Am 7. Mai 2026 war die FaBERID zu Gast beim Entwicklungsforum Integration und Bildung der REAB Brandenburg in Cottbus. Rund 60 Fachleute aus 13 brandenburgischen Kommunen kamen im Stadthaus zusammen, um über die kommunale Gestaltung von Bildungsintegration zu diskutieren. Mit dabei waren Bildungsbüros, Integrationsbeauftragte, Schulverwaltungen, Volkshochschulen, RAA, KAUSA und Sozialplanung.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der REAB Brandenburg (kobra.net) in Kooperation mit dem Bereich „Gesellschaftliche Grundsatzfragen“ der Stadt Cottbus/Chósebuz. Dr. Daniel März von der FaBERID eröffnete den fachlichen Teil des Tages mit einem Input unter dem Titel „Bildungsintegration als kommunale Querschnittsaufgabe zwischen Druck und Gestaltung. Beobachtungen aus Wissenschaft und Praxis“.
In fünf Beobachtungen zeichnete er ein Bild davon, unter welchem Druck Kommunen im Themenfeld Integration stehen und wo sich trotzdem Gestaltungsspielräume öffnen. Dabei ging es unter anderem um die Frage, warum Integration kommunalrechtlich oft die gleiche Wertigkeit hat wie eine freiwillige Aufgabe, obwohl sie faktisch alle Bereiche der Verwaltung betrifft.
Es ging um die zunehmende Vielfalt in der Bevölkerung, die aber nicht überall gleich aussieht. Was in Berlin oder Hamburg Alltag ist, stellt Kommunen in der Lausitz oder im ländlichen Brandenburg vor ganz andere Herausforderungen. Und es ging um die Rolle, die ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement spielen kann, um diese Komplexität steuerbar zu machen. Nicht als perfektes Steuerungsinstrument, sondern als Grundlage für gemeinsame Problemwahrnehmung und Koordinierung.
Besonders prominent eingeflossen sind aktuelle Befunde aus dem BMBFSFJ-Forschungsschwerpunkt „Abbau von Bildungsbarrieren“ (ABIBA), darunter Ergebnisse der Projekte ABBAUBAR und NeOBi. Beide zeigen, dass gerade in peripheren und strukturschwachen Räumen die Koordinierung von Bildungsangeboten entscheidend ist und dass der Abbau von Bildungsbarrieren vor allem Kohärenz und Transparenz in der Zusammenarbeit verschiedener Akteure erfordert.
Im Anschluss an den Input diskutierten Dr. Stefanie Kaygusuz (Stadt Cottbus), Hebat Hammash (Welcome-Center Cottbus), Florian Neumann-Szonn (Europagrundschule) und weitere Gäste in einer Podiumsdiskussion darüber, wie Bildungsintegration vor Ort konkret gelingen kann.
Am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden die Themen in drei parallelen Workshops zu Übergängen, Sozialraumvernetzung und Bildungsabschlüssen mit Anschluss.



