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Demokratiebericht erschienen

31.03.2026

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Wie zufrieden sind die Menschen mit der Demokratie? Der Demokratiebericht 2026 für Nordrhein-Westfalen der Landeszentrale für politische Bildung NRW und des wissenschaftlichen Teams der Universität Duisburg-Essen ist erschienen. Besonders alarmierend: Die Zufriedenheit mit der Funktionsweise der Demokratie ist bei 14- bis 18-Jährigen im Vergleich zu 2023 um ganze 30 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dabei zeigt der Bericht auch, dass das Vertrauen in kommunale Institutionen nach wie vor größer ist als das Vertrauen in Bundes- oder Landesinstitutionen. Das Amt des Bürgermeisters genießt im Vergleich eine relativ hohe Glaubwürdigkeit – allerdings ist auch hier ein leichter Rückgang erkennbar, der nicht ignoriert werden sollte.

Diese Ergebnisse machen deutlich, wo gehandelt werden muss. Gleichzeitig zeigt der Bericht auch Handlungsempfehlungen auf: Demokratiebildung auf kommunaler Ebene ist dringend notwendig. Beispielsweise können aufsuchende Angebote, die junge Menschen dort erreichen, wo sie sich aufhalten, einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Ergebnisse des Berichts sind damit nicht nur eine Lagebeschreibung, sondern geben wertvolle Impulse Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.

Untersuchung zu Demokratie und politischer Bildung

Seit 2021 gibt die Landeszentrale für politische Bildung NRW alle zwei Jahre eine Untersuchung zu Demokratie und politischer Bildung in Nordrhein-Westfalen vor.

Der Demokratiebericht beruht auf einer datengestützten Analyse der Einstellungen zur Demokratie in der nordrhein-westfälischen Bevölkerung. An der aktuellen repräsentativen Befragung haben insgesamt 2.914 Personen teilgenommen. Der Anteil der 14- bis 25-Jährigen war in der Befragung überproportional und wurde später entsprechend dem tatsächlichen Anteil an der Bevölkerung in der Gesamtstichprobe berücksichtigt.